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Die Geschichte der Edelweißkapelle Goldbach

Die Edelweisskapelle in Goldbach

 

 

 

 

Der Wanderclub „Edelweiss“ Goldbach wurde am 12. Dezember 1912 in der Restauration der Witwe Eugenie Löffler (später „Zum gemütlichen Eck“) in Goldbach gegründet und zählte zu diesem Zeitpunkt 20 männliche Mitglieder.
Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden aus ihren Reihen 19 Mitglieder zum Kriegsdienst einberufen, wovon 11 Männer in diesem Krieg ihr Leben ließen. Die 8 Wanderbrüder, die heil aus dem Krieg heimgekehrt waren, errichteten für ihre gefallenen Wanderkameraden im Jahr 1919 in der Gemarkung „Käsrain“ ein Grabdenkmal, das am 8. 06. 1919 eingeweiht wurde.
Da der Bau dieses Grabdenkmals nur ein Provisorium bildete, kamen die Mitglieder des EDELWEISS-Club unter ihrem Vorstand Edmund Zang zu dem Entschluss, an derselben Stelle eine Gedächtniskapelle zum bleibenden Gedenken zu errichten. Die Gemeinde Goldbach, die Eigentümerin des Grundstückes „Käsrain“ war, gab 1925 ihre Zustimmung für die Baumaßnahme. Die Baubehörde des Bezirksamtes Aschaffenburg befürchtete zunächst, dass eine so kleine Vereinsgemeinschaft mit der Unterhaltung des Projekts auf die Dauer überfordert sei.
Der Gemeinderat beschloss deshalb am 21. 08. 1925 es soll bezüglich des Grund und Bodens das Erbbaurecht eingeräumt werden, wonach die Instandhaltung bei den Erbauern verbleibt. Sollte sich mit der Zeit ergeben, dass die Gemeinde den Unterhalt übernehmen muss, so besteht auch hiergegen keine Erinnerung.
Die Gemeinde Goldbach gewährte in der Folgezeit zweimal eine Zuschuss von je 2000 Mark zu den Baukosten.
Zur Verwirklichung der Pläne wurde im Jahr 1925 bei den Mitgliedern zu Geld- und Materialspenden aufgerufen. Die Chronik verzeichnet darüber z.B. im Jahre 1925: Gestiftet von diversen Mitgliedern 9300 Backsteine und Bargeld von 311,90 Mark.
Dank des eifrigen Zusammenwirkens der Clubmitglieder und ihrer weiteren Spendenfreudigkeit konnte am 9.Mai 1926 der Grundstein mit ausführlicher Urkunde gelegt werden. Im Mai 1927 fand dann die feierliche Einweihung durch Pfarrer Josef Weidenbörner statt.
Die Gesamtkosten beliefen sich auf 10362 Mark, somit musste die respektable Summe von 6000 Mark von den Clubmitgliedern erbracht werden.
Im Inneren der Kapelle sind Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen des Vereins angebracht, später kamen noch Erinnerungstafeln an verdiente Mitglieder dazu.
Größere Renovierungen waren wiederholt notwendig, so nach mutwilligen Zerstörungen im Kapelleninneren 1973, bei denen Figuren beschädigt und ein Diebstahl festgestellt wurde und nach einem Brand 1978.
Im Sommer erneuerten die Vereinsmitglieder unter ihrem rührigen Vorstand Alfons Hepp das Dachgestühl und deckten die Kapelle völlig neu ein.
Bereits 2008 erhielt die Kapelle einen neuen Sandsteinaltar.
Vier neue Buntglasfenster mit Edelweißmotiven nach Entwürfen des Goldbacher Künstler Gebhard Hepp hat der Edelweiss Club in seine Edelweißkapelle einbauen lassen: ein Beitrag zur Feier des 100-jährigen Vereinsbestehens im Jahr 2012.
Mit viel Engagement und Idealismus verrichten die Mitglieder die jeweils anfallenden Arbeiten, sie pflegen und schmücken diese Gedenkstätte und sind mit Recht stolz auf ihr Vereinsdenkmal.
Seit Jahrzehnten wird die EDELWEISS-Kapelle von vielen Wanderern und Betenden aufgesucht – zum Ruhen, Rasten und Genießen der Natur, auch die Bittprozession der 3 Goldbacher Pfarreien am Vorabend von Christi Himmelfahrt führt alljährlich hierher; des Weiteren wirbt der TV Goldbach deutschlandweit mit Namen und Bild der Edelweißkapelle für seine Winterlaufserie.
Darüber hinaus ist die Kapelle auch das meist fotografierte Motiv im Goldbacher Wald.
Zum 110-jährigen Jubiläums des Vereins wird eine neue originalgetreue Tür durch die Schreinerei Völker in Goldbach, Inhaberin Angelika Burgard, handgefertigt und eingebaut.
Die jetzige Tür ist 96 Jahre alt und schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Die Mitglieder sehen es als vorrangige Aufgabe an, die Kapelle würdig zu erhalten. Lediglich die Beschläge der alten Tür werden wiederverwendet, da sie einmalig sind. Aussage von Frau Burgard (Schreinerei Völker): das Projekt hat mir sehr vielen Spaß gemacht und die Tür sieht sehr schön aus.
Nach dem Gedenkgottesdienst an der Edelweißkapelle am Mittwoch, 25.05.2022 wird die neue Tür durch Herrn Pfarrer Alfred Bauer gesegnet. Danach beginnt unser 2-tägiges Jubiläumsfest zum 110-jährigen Vereinsbestehen am Platz neben der Kapelle.
Die neue Tür kostet den Verein ca. 9.000 €. Die Marktgemeinde Goldbach übernimmt ca. 20 % der Gesamtkosten. Der Rest soll über Spenden finanziert werden.
Für den Verein ist die neue Tür interessanter. Die alte Tür wird am 05.04. aus- und die neue am 06.04. eingebaut jeweils ab 8.00 Uhr.
Wenn Sie dazu kommen könnten, wäre es schön. Wir sind auch da.
Ein Vorschlag von uns, wir lassen die alte Tür privat fotografieren und schicken Ihnen das Bild. Dann brauchen Sie nur einmal zu kommen.
Im Voraus vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen Waltraud Brehm 1. Vorsitzende

 

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